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Tiefflieger - Dossier - Augenzeugen Nachtangriffe

Tiefflieger - Dresden 1945

 

 

 

Tief fliegende Flugzeuge während der beiden Nachtangriffe

 

 

In meinem Fundus vermerkte ich auch Augenzeugen, die während der beiden Nachtangriffe (13./14.Februar 1945) "Tiefflieger" beobachteten. Zumindest vor bzw. zum ersten Angriff sind das jene Maschinen gewesen, die als Beleuchter oder Zielmarkierer über Dresden kreisten.

 

Zum zweiten (Nacht-)Angriff schildern Augenzeugen tieffliegende Flugzeuge, die sowohl Bomben (zumeist Stabbbrandbomben) abgeworfen haben, als auch mit Bordwaffen geschossen haben.

 

Derartige Schilderungen treffen auf die Kritik von Schnatz und Bergander, Augenzeugen seien nicht fähig gewesen, scheinbar hochfliegende Bomber von Tieffliegern zu unterschieden. Hinzu kommen Erläuterungen zur Thermodynamik der sich rasch entwickelnden Flächenbrände.

 

Dennoch finden sich in den 22 von mir erfaßten Erlebnisschilderungen und weiteren Informationen merkwürdige Übereinstimmungen. Dazu gehören:

 

- ein Hinweis von Irving auf Filmaufnahmen, in denen Leuchtspurmunition erkennbar ist,

  (Worauf könnte geschossen worden sein, wenn kein Luftgegner vorhanden war?)

 

- die Berichte zweier Feuerwehrtrupps [1] [2] von Tieffliegerbeschuß im Löscheinsatz,

 

- laut protokollierter Aussagen von Augenzeugen [3] [4] zu Abstürzen mehrerer Flugzeuge in der Dresdner Neustadt, darunter einem Bomber, der von der Abwurfmunition höher fliegender Verbände getroffen worden sein soll.

 

Anmerkung:

Beide protokollierte Aussagen kommentiert Bergander in einem Aufsatz "Vom Gerücht zur Legende.

Der Luftkrieg über Deutschland im Spiegel von Tatsachen, erlebter Geschichte, Erinnerung, Erinnerungsverzerrung", erschienen in GESCHICHTSBILDER; Stuttgart 2003, ISBN 3-515-08252-2.

Auf eine Auseinandersetzung mit seinen Argumenten wird an dieser Stelle verzichtet.

 

Mithin verdichtet sich auch hier ein Fragekomplex. Jedoch habe ich diese Problematik nicht näher untersucht. Der Grund:

 

- es standen (im Vergleich zu den erfaßten Tagesereignissen des 14. Februar) wenig Augenzeugenberichte zu Verfügung und darin befand sich auch nur eine Teilmenge an auswertbaren Kriterien.

  

- Die Problematik "Tiefflieger bei Nacht" steht nicht im gleichen Brennpunkt wie die Auseinandersetzung um die Tagesereignisse des 14. Februar 1945.

 

 

In der rechten Spalte auf dieser Seite finden Sie Zitatstellen aus Erinnerungsberichten. Darin werden niedrige Flughöhen beschrieben.









 Augenzeugenberichte mit

Beschreibung der Flughöhe:

 

Eberhard Zeisig,

Leserbrief, DNN 2001

 

Aber an der Waldschlösschenbrücke (gemeint „in Höhe dieser Brücke“ /Bü) begann der zweite Angriff. Aus Tieffliegern, ungefähr in 60 bis 70 Metern Höhe fliegend – ich habe die Kokarden der brit. Flugzeuge genau erkannt – haben sie mit Bordwaffen auf die aus der brennenden Stadt fliehenden Frauen und Kinder geschossen .....

 

Günter R. (Jahrg. 1935)

aus eigenhändigem Bericht

 

Beim 2. Angriff wollte mein Vater aus dem Keller unseres Hauses einmal schnell nach unserer Gartenlaube sehen. ... Er ging somit aus dem Hinterausgang des Kellers in den Hof und holte mich sofort hinterher. Dort zeigte er mir, wie tief die Flugzeuge über unsere Häuser angeflogen kamen, die Bombenschächte öffneten und die Bomben ausklinkten. 

 

Renate W.

aus eigenhändigem Bericht

 

Die todbringenden Flugzeuge kamen zurück! Und diesmal sahen wir, in der Helle der Feuer, die tieffliegenden Flugzeuge und dem Bombenhagel um uns, denn jetzt, bei der zweiten Angriffswelle, deckten sie gezielt den Großen Garten mit Bomben zu ...

 

Elfriede Schulze

Lesebuch S. 47, SLPB 2009


Plötzlich wieder Geräusche von Flugzeugen. Bomben fielen; Feuersturm, Feuerhagel; ein Weglaufen war nicht möglich. Wir warfen uns wie alle auf den Boden. Die Flugzeuge kamen immer tiefer auf uns zu. Plötzlich wurde aus den Maschinen auf uns geschossen. Wir
sahen die Menschen in den Flugzeugen sitzen.

 

Dieter v. St.

aus eigenhändigem Bericht (gekürzt)

 

2. Angriff, etwa 1.30 - 1.40 Uhr,
Großer Garten östlich des Wassereinlaufs in den Neuteich.

 Wahrnehmungen:

a) Einschlag einer Luftmine in Richtung zur Karcherallee zu in eine Baumgruppe.
b) Brandbombenteppich auf meinen Standort zu, aus der Richtung der Ecke des Großen Gartens Stübelallee/ Karcherallee über die freie Rasenfläche.

c) Tiefflieger aus derselben Richtung, das Flugzeug flog bei fallender
Flughöhe eine Rechtskurve aus nördlicher Richtung in eine parallele Richtung zur Herkulesallee;

2-motoriger Jagdbombertyp, .... Kein Bordwaffengebrauch bemerkt.

 
 

© 2010 dresden-dossier1945 Impressum | Kontakt letzte Aktualisierung: 16.11.2017
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